mentoring4women

Frauen sind die stille Reserve der Weltwirtschaft. Das McKinsey Global Institute hat berechnet: Würde man ihnen dieselben Chancen ermöglichen wie Männern, so könnten sie bis 2025 ungefähr so viel zur globalen Wirtschaftsleitung beitragen wie die Volkswirtschaften der USA und China zusammen. 28 Billionen Dollar! Anhand dieses Beispiels wird deutlich, welche Potentiale von Frauen nicht genutzt werden und welchen ökonomischen Nachteil dies mit sich bringt.

Die Karriere von Frauen wird immer noch maßgeblich bestimmt von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. NRW-weit arbeiten knapp 50 Prozent der sozialversicherungspflichtigen beschäftigten Frauen in Teilzeit. Nach den Zahlen der Agentur für Arbeit waren im Rhein-Sieg-Kreis sogar 79,7 Prozent der Frauen in Teilzeit beschäftigt und in Bonn 75,2 Prozent. Unabhängig von der Branche ist Teilzeitarbeit Haupthindernis für den Aufstieg. Dabei ist Führung in Teilzeit durchaus möglich und machbar. Die Leiterin des Kompetenzzentrums ‚Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg‘, Judith Schiementz, ist das beste Beispiel dafür. Sie arbeitet in Teilzeit und hat die Leitung des Kompetenzzentrums inne.“. Wir brauchen hier also ein Umdenken in der Arbeitswelt. Andere Länder machen uns das bereits vor.

Laut den Expertinnen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird in Deutschland generell ein eher konservatives Frauenbild gepflegt und von vielen Frauen auch klaglos gelebt. Das DIW fordert daher einen grundlegenden Kulturwandel, um mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt zu schaffen. Und diesen Kulturwandel müssen wir alle einfordern. Unternehmen steigern regional, wie international ihre Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie das Potential der weiblichen Fachkräfte ausschöpfen und nutzen. Forschungsergebnissen der Technischen Universität München zufolge sind gemischte Führungsteams mit Frauen und Männern nicht nur erfolgreicher, sie erzielen auch bessere Ergebnisse. Sie sind erfolgreicher als Gruppen, in denen Männer die Mehrheit stellen, denn Vielfalt steigert auch den unternehmerischen Erfolg.
Gemischte Teams schaffen mehr Innovation und ermöglichen eine größere Perspektivenvielfalt im Management und in Unternehmen.

Für die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter sind Frauen in Führungspositionen eine Selbstverständlichkeit. Sie nutzen Mentoring als Personalentwicklungsinstrument und unterstützen Ihre Mitarbeiterinnen durch die Teilnahme am Programm. Herzlichen Dank dafür.

In der ersten und zweiten Auflage von „mentoring4women – Frauen für Führung stärken“ haben insgesamt 20 Unternehmen 24 Mitarbeiterinnen gefördert. Denn mit Mentoring kann der Aufstieg und die Karriere von erwerbstätigen Frauen gezielt unterstützt werden. Es schafft neue Perspektiven, fördert Netzwerke, lässt von Erfahrungen profitieren und ermöglicht Chancen.

Nun möchte ich die Mentees als Hauptakteurinnen des heutigen Abends ansprechen: Vor einem Jahr starteten sie im Alten Rathaus in Bonn mit dem Ziel Führungspositionen einzunehmen und Ihre Führungsrolle zu festigen. Sie haben die Chance ergriffen und den Mut gehabt sich auf den Mentoring-Prozess einzulassen. Sie haben es geschafft, sie alle sind im Laufe des Jahres weitergekommen, haben sich beruflich wie persönlich auf ihrem Weg und und in Ihrer Karriere weiter entwickelt.

Die Mentorinnen und Mentoren haben als gestandene Führungskräfte ein Jahr lang die Mentees begleitet und unterstützt. Sie haben die Mentees an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Ganz besonders möchte ich mich für das ehrenamtliches Engagement bedanken. Ohne das Mitwirken würde das Mentoring Projekt nicht existieren. Die MentorInnen waren die tragenden Säulen des Programms und haben einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag geleistet.

Mit dem Mentoring-Programm möchten wir mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Wir sind hier in Bonn und der Region Rhein-Sieg auf einem guten Weg. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg.

Auszeichnung der Stipendiaten der Stiftung Kunstfonds

Ich begrüße Sie heute in unserem Kunstmuseum zu der Ausstellung „Viktoria Binschtok. Golden Horn / Golden Case“ und ich freue mich sehr, dass die Künstlerin persönlich anwesend ist. Liebe Frau Binschtok, herzlich willkommen in Bonn. Ich bin bereits sehr gespannt auf Ihre Präsentation, in der Sie mit ihren fotografischen Arbeiten ganz zentrale, uns alle betreffende Fragen stellen: Wer macht all die Bilder, denen wir uns Tag für Tag gegenüber sehen? Wer benutzt diese und zu welchem Zwecke? Wie wandelt sich die Perspektive auf ein Bild, je nachdem wie, wo und in welchem Kontext es präsentiert wird?
Dies sind grundsätzliche Fragen, die wir uns womöglich alle hin und wieder stellen sollten, Fragen nach unserem Umgang mit Bildern, ihrer Herkunft und ihren gesellschaftlichen und politischen Funktionen.

Die meisten von Ihnen werden das kennen: Sie geben eine Suchanfrage in eine Internet-Suchmaschine ein und erhalten eine unüberschaubare Vielzahl von teilweise einander grundsätzlich widersprechenden Ergebnissen. Wenn Sie noch die Bildersuche hinzuziehen, dann sehen Sie sich einer Bilderflut ausgesetzt, von denen nur ein kleiner Teil überhaupt etwas mit Ihrer Suchanfrage zu tun zu haben scheint. Als normale „User“ versuchen wir dann meist, uns einen Weg durch dieses Dickicht an Bildern und Informationen zu bahnen, um zu der Information zu gelangen, die wir eigentlich gesucht haben.
Die Künstlerin Viktoria Binschtok nimmt die überwältigende Bilderflut als Herausforderung an und macht sie zu ihrem Material. Sie begibt sich gleichsam in den Dialog mit den Algorithmen der Suchmaschinen, sammelt Bilder, wählt aus, entwickelt und schafft neue und fügt diese bildhaften Ergebnisse ihrer künstlerischen Forschungen zu ganz eigenen, für mich oft überraschenden Kombinationen zusammen. Da trifft dann der Popstar Gwen Stefani auf ein Marilyn Monroe-Double; eine Flasche, eine zerbeulte Autotür und eine Glühbirne scheinen erst mal nichts gemeinsam zu haben, bilden aber ein prächtiges schwarzgrünes Triptychon, und die New Yorker Skyline wird – fast unbemerkt – ergänzt durch Stapel von Heftklammern.
Dass Viktoria Binschtok hier im Bonner Kunstmuseum ihre klugen und rätselhaften Arbeiten zeigen kann, verdankt die Künstlerin nicht zuletzt der Hilfe und Unterstützung durch die in Bonn ansässige Stiftung Kunstfonds. Die Stiftung vergibt jährlich Stipendien in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags. Diese außergewöhnliche Förderleistung dokumentiert im Kunstmuseum Bonn seit dem letzten Jahr die auf fünf Jahre angelegte Ausstellungsreihe „Ausgezeichnet“, in der ausgewählte Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung Kunstfonds für einen sechswöchigen Zeitraum einen Ausstellungraum in der Sammlung des Kunstmuseums bespielen. Nach der Ausstellung von Wermke/Leinkauf 2016 ist Viktoria Binschtoks Beitrag die zweite Ausgabe dieser Ausstellungsreihe. Als Bürgermeisterin freue ich mich über diese Kooperation, die zwei in Bonn beheimatete Institutionen zusammenführt. Ich wünsche dem Projekt heute und in Zukunft viel Erfolg.

Verleihung des Förderpreises 2017 der AGpR

ich freue mich sehr, dass ich hier im LVR-Landesmuseum Bonn zur vierten Verleihung des Förderpreises der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V. begrüßen und die Grüße der Stadt überbringen darf. Umso mehr freut es mich als Bürgermeisterin der Stadt Bonn, dass auch heute wieder ein von der Stadt Bonn gefördertes Projekt nominiert ist.
Gemeinsam mit allen bin ich schon sehr gespannt auf die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner.

Der Förderpreis der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V. wird an Projekte, Initiativen oder Unternehmen verliehen, welche sich um die Förderung der Inklusion von Menschen mit psychischer Behinderung verdient machen. Dabei stellt sich der einen oder dem anderen die Frage: „Was ist eigentlich „Inklusion“? Diese Frage ist eins von 16 Motiven auf Getränkeuntersetzern, die in der Stadtverwaltung bei Sitzungen verwendet werden. Sie sind Teil einer Aktion der Stadt Bonn, die das Ziel hat, Inklusion ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, den Dialog zu diesem Thema zu fördern und so Veränderungen in Gang zu bringen.
Den Blick auf das Zusammenleben von Menschen mit den unterschiedlichsten Eigenschaften zu richten und diese verschiedenen Eigenschaften als Bereicherung der Gesellschaft zu sehen, ist auch eines der Ziele des „Behindertenpolitischen Teilhabeplans der Bundesstadt Bonn“. Die Verhinderung einer Stigmatisierung von Menschen mit einer Behinderung ist eine besondere Herausforderung.
Wie anfangs bemerkt rückt der Förderpreis der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V. die Inklusion von Menschen mit einer psychischen Behinderung in den Mittelpunkt. Auch die Stadt Bonn hat erkannt, wie wichtig besondere Fördermaßnahmen für diese Menschen sind.
Sie hat daher Leistungen zur Teilhabe für Menschen mit einer psychischen Behinderung in allen Lebensbereichen entwickelt.

Liebe Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer, Ihre Projekte könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie alle eins gemeinsam. Sie sind ein wichtiger Schritt, um die Eigenständigkeit, Autonomie und Selbstbestimmung und damit auch die Inklusion von Menschen mit einer psychischen Behinderung bei uns in der Region voranzutreiben.
Hierfür möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen und dies gleichzeitig mit einer Bitte verbinden: Machen Sie weiter mit Ihrer wichtigen Arbeit!
Der englische Schriftsteller Charles Caleb Colton sagte einst: „Nachahmung ist die aufrichtigste Form der Schmeichelei.“ Deshalb: Seien Sie weiterhin Vorbilder und reden Sie über das, was Sie tun!

Mein besonderer Dank gilt der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V.. Durch die Initiierung dieses Förderpreises setzen Sie nicht nur einen Anreiz bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sondern sorgen auch dafür, dass den Anliegen von Menschen mit psychischen Behinderungen Jahr für Jahr mehr Aufmerksamkeit zukommt. Ihr Engagement trägt dazu bei, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung aller Menschen und die leider alltäglich gelebte Realität Schritt für Schritt zu überwinden.
Abschließend wünsche ich Ihnen allen einen gelungen Nachmittag mit unterhaltsamen Gesprächen und eine spannende Preisverleihung. Allen Gewinnerinnen und Gewinnern des Förderpreises gratuliere ich schon jetzt herzlich zu Ihrem Erfolg.

Internationale Fachtagung des Weltstrassenverbandes

Let me extend a warm welcome to you here in Bonn, Germany’s United Nations City and birthplace of famous composer Ludwig van Beethoven. Thank you for choosing Bonn as the location of this year’s general meeting of your association.

For those of you who are not so familiar with these surroundings, please allow me to shortly introduce our international location on the banks of the Rhine.

Bonn is the place from where the UN is shaping a sustainable future for our planet. Our UN family continues to grow, our most recent family members being the UN SDG Global Action Campaign and a new UN entity for disaster prevention, which will open its doors here shortly. And apart from our United Nations organizations, the city hosts an incredible number of other international organizations, scientific institutions, federal ministries and authorities, think tanks and NGOs that provide excellent networking opportunities in Bonn.
Such a great number of actors and stakeholders brings a large number of conferences and meetings to the city as well. In fact, we will see the largest UN conference in Bonn coming up in a couple days from now. The UN Climate Summit COP 23 will bring roughly 20,000 delegates to Bonn. Along with the conference, there will be all kinds of side events, supporting programs and cultural offers in the city.

As far as science is concerned: Bonn lies embedded in the ABC Region, a triangle of cities formed by Aachen, Bonn and Cologne, featuring the greatest density of research and technology institutions in Europe today.

Our economy today is characterized by the service sector. Global players, such as Deutsche Post DHL and Deutsche Telekom have their headquarters here. The IT sector and the conference industry play an important role as well.

Finally, cultural affairs make up another very important pillar in our city’s profile: cultural events and programs place a great emphasis on music in Bonn. Ludwig van Beethoven was born here, whose compositions have helped to spread a powerful vision. His famous 9th Symphony inspires us to reach out for a better world. I think this spirit may encourage all of us in these challenging times!
Our annual Beethoven Festival promotes the works of the composer and attracts visitors from around the globe. So does Beethoven House at Bonngasse, where we have met for a very special evening tonight.
By the way, we will celebrate our world-famous composer with an entire festival year for his 250th birthday in 2020.
And we have a number of other cultural attractions, especially along our so-called Museum Mile in the city, that draw millions of visitors a year as well.

Bonn today is a young, growing and vibrant city that cherishes its long history and traditions, a small, cosmopolitan place in the Rhineland where international flair meets the cheerful Rhenish way of life.

Ladies and Gentlemen,
We are well aware that all pillars of our city’s profile call for a sound infrastructure in the city and in the entire region. Large conferences and international cultural events, a densely populated area, the large river with limited options for crossings and potential flooding, increased individual traffic – all of these are factors that call for smart solutions. And they are factors that many cities and regions in the world are faced with. Exchanging knowledge and best practice in this field of action will be beneficial to all partners.

In this sense, I wish you a very pleasant stay in Bonn! I hope that you will find some time to discover more about our beautiful, international city on the Rhine and about its colorful history. If not – be sure to come back soon! My best wishes to you all!